Füllung eines 3D Druckobjekts

Füllungen und Füllarten 3D Druck

Füllung eines 3D Druckobjekts

Nebst einer schönen Oberflächenstruktur ist auch die Füllung eines 3D Drucks wichtig. Bei falschen Einstellungen könnte ein gedrucktes Objekt in sich zusammenfallen, weil die Füllung, also das Innere eines 3D Drucks, nicht ausreichend ist.

Je nach Verwendungszweck eines 3D Druckobjekts werden die Fülleinstellungen variieren. So können Objekte die rein zu Dekorationszwecken dienen, meist mit einer Füllung von nur 10-20% gedruckt werden. Jedoch muss hier beachtet werden, dass bei zu geringer Füllung der obere Abschluss des 3D Drucks nicht ganz eben gedruckt werden könnte.

Füllung 10% 3D Druck

 

In diesem Bild sind nebst der Füllung von 10% auch die verschiedenen Füllarten zu sehen. Die Füllart kann dann eine Rolle spielen, wenn Sie mit leicht transparentem Filamenten drucken. Dann kann die Füllart dem Objekt einen gestalterischen Effekt geben. Ansonsten ist die Füllart oftmals nicht ausschlaggebend für die Qualität des Drucks.

Es gibt einige Objekte, wie beispielsweise Architekturmodelle, bei denen komplett auf eine Füllung verzichtet werden kann. Dadurch kann Zeit und Material gespart werden. Jedoch gibt es auch 3D Drucke, welche eine hohe Füllung brauchen, um ein gewisses Gewicht zu erreichen.

Diese sechs Vierecke zeigen 3D Drucke mit unterschiedlichen Füllungen und Füllarten.

Füllungen-Füllarten-3D Druck

 

Die Füllung eines Objekts wird normalerweise im Ausgabeprogramm des 3D Druckers bestimmt. Am Beispiel unseres Swiss 3D Tec Logos zeigen wir Ihnen, wie Sie mit der Software Simplify 3D die Füllung verändern und welche Auswirkungen dies auf den 3D Druck hat.

Füllung-Simplify 3D-3D Druck-Schritt 1

 

  1. Klicken Sie nach dem Öffnen des Objekts auf «Edit Process Settings».
  2. Danach gehen Sie auf den Einstellungspunkt «Infill».
  3. Bei «Interior Fill Percentage» können Sie die Prozente der Füllung verändern.
  4. Bei «Internal Fill Pattern» können Sie zwischen fünf verschiedene Füllarten auswählen.
  5. Nehmen Sie nun Ihre anderen gewünschten Einstellungen vor und klicken dann auf «OK».
  6. Mit «Preparte to Print!» zeigt es Ihnen den Druck an.
  7. Mit den Regulatoren «Line Range to Show» können Sie nun die Auswirkungen Ihrer Fülleinstellungen sehen.

In diesem Beispiel haben wir uns für eine Füllung von 10% und die Füllart «Rectilinear» entschieden. Bei diesen Einstellungen bräuchte der 3D Drucker rund 7 Stunden für den Druck.

 

Füllung-Simplify 3D-3D Druck-Schritt 3

Erhöhen wir die Füllung auf 20%, erhöht sich die Druckzeit bereits auf 8.5 Stunden. Zudem haben wir noch die Füllart auf «Wiggle» gewechselt, was jedoch keinen Einfluss auf die Druckzeit hat.

 

Fazit:

Grundsätzlich gilt, dass die Höhe der Füllung vom Verwendungszweck abhängig ist. Zudem lässt sich folgendes verallgemeinern:

  • Geringe Füllung (ca. 0-20%)
    geringere Stabilität
    tiefere Druckzeit
    weniger Materialverbrauch

 

  • Hohe Füllung
    höhere Stabilität
    hohe Druckzeit
    mehr Materialverbrauch

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